Marie Frederiksson zeigt in Das Gullspång Geheimnis, den ich gestern im schwedischen und norwegischen Original mit gut
lesbaren Untertiteln gesehen habe, eine ungewöhnliche Dokumentation. Die Geschwister Kari und May sind auf der Suche nach
einer Wohnung, als sie im schwedischen Gullspång fündig werden. Die Besitzerin der Wohnung, Olaug, erinnert sie an ihre
verstorbene Schwester Lita. Es gibt noch ein paar andere Auffälligkeiten, die darauf hindeuten, dass Olaug der verschwundene
Zwilling von Lita sein könnte. Also wird ein DNA-Test gemacht und es stellt sich heraus, dass Olaug mit Kari und May verwandt
ist. Welch ein Wunder, dass sich diese Frauen im Süden Schwedens wiedertreffen, wo sie doch alle im Norden Norwegens geboren
sind.
In Das Gullspång Geheimnis entspinnt sich ein Stoff, den sich auch schon Hirokazu Kore-Eda in
Like Father, like Son vorgenommen hatte. Prägt einen die Erziehung mehr als die
Blutverwandtschaft? Unterschiedlich tiefe Gläubigkeit kann einen schon ganz schön die Nerven kosten. Auch stellt sich die
Frage, ob Lita tatsächlich im Jahr 1988 in Folge eines Selbstmords gestorben ist. Findet Marie Frederiksson in Das Gullspång
Geheimnis eine Erklärung, was tatsächlich geschehen ist? Zumindest sind die Gespräche mit den Leuten aus den Videos von 1983
sehr interessant. Von mir gibt es 13 von 11 gezahlten Euros.