Freud - Jenseits des Glaubens

Was bietet sich vor Weihnachten besser an als eine kleine Diskussion über den Glauben? Freud - Jenseits des Glaubens, den ich gestern größtenteils in deutscher Synchronisation mit bestimmten Passagen im englischen Original bei gut lesbaren Untertiteln gesehen habe, gibt uns Einblicke in die letzten Lebenstage von Siegmund Freud, der Anfang September 1939 in London einen Dozenten aus Oxford empfangen hat.

Der zweite Weltkrieg hat mit dem Einmarsch in Polen gerade angefangen. Siegmund Freud ist mit seiner Tochter Anna kurz nach dem Anschluss Österreichs nach London geflohen und leidet nach jahrelangem Rauchen an Mundhöhlenkrebs. Freud - Jenseits des Glaubens basiert auf einem Theaterstück, bei dem der unbekannte Dozent aus Oxford C. S. Lewis sein soll, ein glühender Verfechter des Christentums. Freud hingegen ist trotz jüdischer Herkunft mittlerweile Atheist.

Das sich entspinnende Streitgespräch zwischen beiden wird immer wieder durch Rückblicke in die Lebensgeschichten von C. S. Lewis, Siegmund Freund und Anna Freud illustriert. Auf der einen Seite ist es gut zu sehen, dass sich die Psychoanalyse seit dieser Zeit weiterentwickelt hat. Auf der anderen Seite haben die deutschen Philosophen seit Feuerbach und Hegel immer wieder den Widersinn dieser Diskussionen belegt. Mir war Freud - Jenseits des Glaubens etwas zu dialoglastig und daher gibt es von mir nur 12 von gezahlten 13 Euro.

Da ich es vor Weihnachten nicht noch einmal ins Kino schaffe, wünsche dir allen schon einmal Frohe Weihnachten.

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