Gestern habe ich Kagami no Kojo im japanischen Original mit nur zum Teil lesbaren Untertiteln gesehen. Ich finde es immer
noch überraschend, dass weiße Buchstaben auf weißem Hintergrund keine Umrandung bekommen. Man hätte an gewissen Stellen auch
auf gelbe Schrift wechseln können.
Kokoro Anzai geht auf eine Mittelschule in Tokyo. Oder vielleicht sollte man sagen, dass sie dort eher nicht hingeht, weil es
ihr immer wieder schlecht geht. Ihre Eltern sind in Kontakt mit Frau Kitajima von der freien Schule, um die Situation zu
verbessern. Eines Nachmittags fängt der Spiegel in Kokoros Zimmer zu leuchten an und entpuppt sich als Portal, dass sie in
ein abgelegenes Schloss auf einer Insel führt. In diesem Schloss trifft sie auf sechs weitere Schüler, denen eine mit einer
Wolfsmaske auftretende Wolfskönigin eine Aufgabe gibt. Bis zum 30. März des Folgejahres, also etwa neun Monate haben diese
jungen Menschen Zeit, einen Wunschschlüssel zu finden. Mit diesem Schlüssel kann einer der sieben sich einen Wunsch erfüllen.
Die Suche ist jedoch auch an Auflagen gebunden. So muss das Schloss um 17 Uhr japanischer Zeit verlassen sein. Ansonsten
frisst ein Wolf alle Anwesenden.
Kagami no Kojo zeigt auf der einen Seite den Druck an japanischen Schulen und in der Gesellschaft. Auf der anderen Seite
bietet das Schloss einen Gegenpol dazu. Allerdings benötigt es auch mehrere Monate, bis für alle klarer wird, was denn
passiert. Das Rätsel ist mehr als die Suche nach dem Wunschschlüssel. Für die interessanten Farbkombinationen und das
überraschende Ende erhält Kagami no Kojo von mir 12,50 von gezahlten 11 Euro.