Poor Things, den ich gestern in deutscher Synchronisation und portugiesischem sowie französischen Original ohne Untertitel
gesehen habe, erzählt die Geschichte eines Projektes von Godwin Baxter. Godwin Baxter ist seines Zeichens Chirurg, der an
allen möglichen Tieren und Menschen herumbastelt. Das Projekt, das wir in Poor Things bestaunen können, nennt sich Bella
Baxter. Es handelt sich um eine Frau, der Godwin Baxter das Gehirn ihres ungeborenen Kindes eingesetzt hat und diese dann
reanimiert hat. Einer seiner Studenten, Max McCandles, ist damit beauftragt, die Entwicklung von Bella zu dokumentieren, die
sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit entwickelt, obwohl sie von Godwin Baxter bewusst nicht in die Öffentlichkeit gelassen
wird.
Der griechische Regisseur Yorgos Lanthimos erführt uns in Poor Things an Orte, die in einer Mischung aus
Jugendstil-Futurismus designt worden sind. Begleitet wird diese schräge Architektur von genauso schräger und meistens
dissonanter Musik, wobei sich in Verbindung mit den schrägen Charakteren aus Poor Things schon eine eigene Atmosphäre bildet.
Man kann allerdings trefflich darüber diskutieren, ob man die körperliche Entwicklung Bellas in dieser Ausführlichkeit hätte
zeigen sollen. Von mir gibt es 12 Euro für die gezahlten 12 Euro.