Umberto Eco mag am ehesten durch Der Name der Rose bekannt sein, aber eigentlich war er Professor für Semiotik. Wer einige
seiner Werke gelesen hatte, konnte sich durchaus fragen, wie viele Bücher Umberto Eco gelesen haben muss. Denn es gibt immer
wieder so viele Querverweise auf Bücher, dass es unmöglich erscheint, dass Eco diese alle gelesen haben kann.
Umberto Eco- Die Bibliothek der Welt, den ich gestern im italienischen, französischen und englischen, aber auch deutschen,
spanischem und russischen Original sowie mit eingeblendeten Texten in Latein, Französisch, Italienisch, Altgriechisch und
Hebräisch bei nur teilweise lesbaren Untertiteln gesehen habe, gibt uns einen Einblick in die Bibliothek Umberto Ecos, die er
über die Jahre angesammelt hatte. Auch wenn seine Großmutter ungebildet war, so las sie fast alles, was sie über einen
Lesezirkel bekommen hatte. Dieses Vorbild ließ auch den jungen Umberto Eco nicht los, so dass er fast 30.000 Bücher in seiner
Bibliothek ansammelte, die jedoch nicht katalogisiert waren, sondern nach Themen angeordnet.
Wie uns sechs von Schauspielern dargestellte Zitate aus Ecos Werken zeigen, liebte Eco das Fantastische, nicht unbedingt das
Wahre. Das Fantastische ist von einer Schönheit umgeben, die der Wahrheit abgeht. So werden diese Szenen von Interviews mit
Umberto Eco ergänzt, in denen er die Wertigkeit der Bücher und die Herausforderungen der modernen Internetmedien erklärt. Von
mir gibt es dafür 14 von gezahlten 12 Euro.