The Monk and the Gun / Was will der Lama mit dem Gewehr?

Wir schreiben das Jahr 2006, in dem der weise König Bhutans beschlossen hat, seine Macht abzugeben und demokratische Wahlen einzuführen. Natürlich kann diese Entscheidung nicht so einfach umgesetzt werden. So sehen wir dann auch in The Monk and the Gun, den ich gestern im Dzongkha- und englischen Original mit gut lesbaren Untertiteln gesehen habe, wie die oberste Wahlbehörde auch den entlegensten Gebieten wie Ura die Errungenschaften der Demokratie nahebringen will.

Bevor wir uns ein näheres Bild von den Wahlvorbereitungen machen können, sehen wir einen Lama, der seinen Schüler Tashi bittet, ihm bis zum nächsten Vollmond, der in vier Tagen ansteht, zwei Gewehre zu beschaffen. Unten im Dorf gibt es jemanden, der noch ein altes Gewehr hat. Doch wie wir bald erfahren, hat dieses Gewehr auch das Interesse eines amerikanischen Waffenhändlers geweckt.

The Monk and the Gun zeigt auf interessante Art die Nebenwirkungen politischer Meinungsbildung in einem Land, das so ganz auf konsensuale Meinungsbildung in den Dörfern setzt und durch Lamas und den König aber auch hierarchisch geprägt ist. Wer wird den Wettstreit zwischen den Blauen, den Roten und den Gelben gewinnen? Was macht die Wahl mit der Stimmung im Dorf Ura? Und was zum Henker will der Lama mit dem Gewehr? Für all diese Antworten und die schönen Landschaftsbilder innerhalb von The Monk and the Gun gibt es von mir 15 von gezahlten 12 Euro. Und wem das nicht passt, der mag noch ein paar Male die Stupa am Berghang umkreisen.

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