Ich wurde bei der Auswahl von Andrea lässt sich scheiden an Der Knochenmann erinnert.
Allerdings handelt Andrea lässt sich scheiden, den ich gestern im österreichischen Original ohne Untertitel gesehen habe, von
etwas anderem: Der Banalität des Landes. Andrea arbeitet als Polizistin irgendwo in Niederösterreich. Auf einer Straße, wo
sonst niemand vorbeikommt, darf sie mit ihrem Kollegen die Geschwindigkeit überwachen. Und schnell dreht sich das Gespräch
zwischen den beiden um den Finanzierungsbedarf für die anstehende runde Geburtstagfeier des Kollegen und wie viele Biere man
pro Kopf hereinrechnen muss.
Auf der Geburtstagsfeier trifft Andrea Andi, von dem sie sich zwar getrennt hat, aber der von ihr immer noch nicht
losgekommen ist. Man könnte sogar sagen, dass ihn sozusagen ein zweites Mal trifft, auch wenn es offiziell nur ein
quartalssaufender Lehrer aus dem Ort gewesen ist. Daraus entspinnt sich eine Geschichte, die ähnlich wie
Nicotina die Gefahren des Rauchens aufzeigend, dies für die Gefahren des Alkohols tut. Da
ich eine Komödie erwartet hatte, und es nur wenige komödiantische Einlagen gibt, erhält Andrea lässt sich scheiden von mir 11
von gezahlten 13 Euro.