Morgen ist auch noch ein Tag

Morgen ist auch noch ein Tag, den ich am Sonntag im deutsch synchronisierten Italienisch sowie in englischer und italienisch gesungener Originalversion mit meist lesbaren Untertiteln gesehen habe, war in Italien letztes Jahr erfolgreicher als Oppenheimer und Barbie.

Wir schreiben das Jahr 1946 und Italien ist noch von den Amerikanern besetzt. Delia lebt mit ihrem Mann Ivano und ihren drei Kindern, darunter die Tochter Marcella, in ärmlichen Verhältnissen. Das Geld reicht gerade so zum Überleben und Delia darf sich auch noch um ihren Schwiegervater Ottorino kümmern, der mittlerweile bettlägerig ist. Delias Ehe ist dadurch geprägt, dass der Mann das Sagen hat, was Ivano ihr auch immer wieder verdeutlicht. Vielleicht wäre es ihr mit ihrer Jugendliebe besser ergangen. Zum Glück sieht auch Marcella einer goldigen Zukunft entgegen. Giulio, der Sohn eines Eiscafébesitzers ist an ihr interessiert. Und als Delia ein Familienfoto eines amerikanischen Soldaten wiederfindet, erinnert sich dieser jedes Mal an sie, wenn sie an dem Checkpoint vorbeikommt, was fast täglich geschieht.

Morgen ist auch noch ein Tag zeigt auf spielerische Weise die Schwierigkeiten von Frauen in einer von Männern geprägten Kultur auf. Gegen Ende wird Morgen ist auch noch ein Tag fast schon komödiantisch. Für gewagte Stilbrüche und ein überraschendes Ende gibt es von mir 14 von gezahlten 12 Euro.

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