Nachdem es letzte Woche in Zwei zu Eins schon die etwas makabre Musik von The Dead South gab, ist
The Dead Don't Hurt, den ich gestern im englischen, französischen und spanischen Original mit meist gut lesbaren Untertiteln
gesehen habe, die entsprechende Verfilmung der Musik.
Wir schreiben etwa das Jahr 1860. Komische Dinge geschehen in Elk Flats. Auf jeden Fall liegen eines Tages jede Menge Leute
tot in der Nähe des Saloons. Der Sheriff ist jedoch nicht zugegen, da seine Frau Vivienne gerade gestorben ist. Und so
erzählt The Dead Don't Hurt eher die Geschichte des Sheriffs Holger Olsen und seiner Frau Vivienne Le Coudy, die für diese
Zeit unerwartet selbständig ist. Aber vielleicht vernachlässigt die allgemeine Geschichte die Frauen, die sich auf die Suche
nach dem Ende der Welt gemacht haben.
Vivienne ist ein Kind französischer Einwanderer, als sie extrem genervt von ihrem blasiert sprechenden Verlobten in San
Francisco auf Olsen trifft. Trotz eines florierenden Blumenladens folgt sie Olsen ins Landesinnere, wo dieser ein kleines
Haus bewohnt. Der nächste Ort Elk Flats ist fest in der Hand der Familie Jeffries, wie sich bald herausstellt. Insbesondere
der Sohn Weston tut so, als wäre er etwas besonderes.
The Dead Don't Hurt, was andeutet, dass die Toten keine Schmerzen erleiden, entwickelt sich zu einem relativ feministischen
Western. Die Machtverhältnisse der damaligen Zeit kann The Dead Don't Hurt allerdings auch nicht umkehren. Von mir gibt es
für The Dead Don't Hurt 13 von gezahlten 13 Euro.