Zwei zu eins

Kann es einen besseren Start geben, als wenn In Hell I'll be in Good Company meiner Lieblingscountryband The Dead South gespielt wird? Man könnte es schon so sehen, dass die Protagonisten aus Zwei zu eins sich vielleicht bald in der Hölle befinden. Momentan sind sie eher am Ende des ersten deutschen Arbeiter- und Bauernstaates.

Zwei zu eins erzählt die Geschichte von Volker, Robert und Maren, sowie der Kinder Jannik und Dini. Man schreibt das Jahr 1990, die Einführung der D-Mark steht in der DDR an und irgendwie ist alles möglich in diesem Jahr des Umbruchs. Irgendwo müssen ja auch die bald wertlosen Geldscheine der DDR hin. Und so werden sie einfach in das Komplexlager 12 bei Halberstadt gebracht. Volker, Robert und Maren bekommen davon Wind, weil sie nächtliche LKW-Fahrten hören. So fragen sie einen Bekannten, der im Lager Wache schiebt, ob er ihnen nicht mal Zutritt verschaffen könnte. Und so stoßen sie auf ein gewaltiges Lager von Ostmarkscheinen, von denen sie sich einige in die Rucksäcke packen. Darunter sind auch einige 200 Mark-Scheine, die nie offiziell im Umlauf waren.

Zwei zu eins malt anders als In einem Land, das es nicht mehr gibt die Widersprüchlichkeiten kurz vor der Übernahme durch den Westen aus der Sicht derer, die sich sowieso schon immer durchgemogelt haben. Wer hier wen, Ostler oder Westler, abzockt, bleibt irgendwie unklar. Dafür wird eine interessantes Bild des Umbruchs gezeichnet. Von mir gibt es für Zwei zu eins zwar nicht den damaligen Umtauschkurs, aber immerhin noch 15 von gezahlten 12 Euro.

Zur alphabetischen Filmliste
Zur chronologischen Filmliste

Zur Homepage