Anora, den ich gestern im englischen, russischen, armenischen und französischen Original mit meist gut lesbaren englischen
und deutschen Untertiteln gesehen habe, hat in Cannes die goldene Palme gewonnen. Wenn ich mich recht erinnere, ist dies auch
Parasite und Triangle of Sadness widerfahren. Nach
Ansicht von Anora könnte man meinen, dass es gewisse Parallelen gibt.
Ani arbeitet als Escort Girl in einem Etablissement, wo sie regelmäßig spärlich bekleidet für die Unterhaltung der männlichen
Besucher zuständig ist. Da sie Russisch spricht, wird sie eines Tages gebeten, sich um den Gast Ivan zu kümmern. Ivan stellt
sich als Sohn von russischen Oligarchen heraus, der jede Menge Geld hat und in einer super luxuriösen Wohnung lebt. Es ist um
den Jahreswechsel und Ivan, der sich für seine Freunde Wanja nennt, möchte unbedingt, dass Ani, die eigentlich Anora heißt,
zu seiner Silvesterparty kommt. Es wird auch eine wilde Party und Ani bleibt etwas länger, so dass Wanja sie gleich für eine
ganze Woche engagiert. Und in dieser Woche passiert etwas Ungewöhnliches: Während einer sehr spontanen Reise nach Las Vegas
heiraten Wanja und Ani.
Wanjas Eltern sind nicht amüsiert, worauf sich eine Screwball-Komödie entspinnt, die deutlich amüsanter als Triangle of
Sadness ist. Für die unvorhersehbaren Wendungen in Anora gibt es von mir 16 von gezahlten 13,50 Euro.